{"id":94,"date":"2014-09-23T14:51:25","date_gmt":"2014-09-23T14:51:25","guid":{"rendered":"http:\/\/familie-ibing.de\/?page_id=94"},"modified":"2015-02-19T06:15:33","modified_gmt":"2015-02-19T06:15:33","slug":"geschichte-des-hofes-berenbruch-zu-silschede","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/familie-ibing.de\/?page_id=94","title":{"rendered":"Geschichte des Hofes Berenbruch zu Silschede"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Hof Berenbruch liegt in der ehemaligen Bauerschaft Silschede. Die erste bekannte Erw\u00e4hnung stammt aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark aus dem Jahre 1486. Dort hei\u00dft es <em>Berenbroyck 5 g bet. 1g\u00a0\u00a0 1 oirt noch 2 1\/2 g, nil maius.<\/em> Dieses Schatzbuch war die erste Steuerliste der Grafschaft Mark.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1553 wird ein Johan Berenbrouch als Zeuge bei einer Hofesverpachtung in Esborn erw\u00e4hnt. 1642\/46 wird der Hof Berenbruch wie folgt beschrieben:<\/p>\n<p><em>Wittibe Berenbruchs hat ein Erbhofsgut ahn den c\u00f6lnischen Hof zu Schwelm. Die Gebeu stehen alnoch. (Hat) Landts ungefehr 9 oder 10 Maldersch., Weischen 3 Schepelsch., 8 Schweinrecht, Hof und Garten. Gebe Jhr Dhlt. 3 Sch. (Schilling) gr. <\/em><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><em> Sey eine Wittibe, habe 3 Kinder. <\/em><\/li>\n<li><em> Das Pferdt ihr abgestorben. <\/em><\/li>\n<li><em> Hat 6 Khue, deren 2 ihr (d. h. ihr geh\u00f6ren) und 4 verschrieben. Hat 2 j\u00e4rige uid 2 Saugkalber, 2 Seue mit 10 Saugfercken, aestimiert, wa\u00df ihr ist, ad \u2013 24 Rt. <\/em><\/li>\n<li><em> Habe 2 Kalber auf den Mist angenohmen. <\/em><\/li>\n<li><em> Roggen geseet 1 \u00bd Schep. <\/em><\/li>\n<li><em> Habern 2 \u00bd Mlr. <\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>10.Leinsaet 2 V., so mi\u00dfwachsen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00e4lteste und gr\u00f6\u00dfte Grundherrschaft, die man im Schwelmer Raum und seiner Umgebung kannte, war die des Schwelmer Fronhofes. Ihm unterstanden im Schwelmer Raum fast alle Bauernh\u00f6fe, deren Land von selbst\u00e4ndig wirtschaftenden, aber dem Fronhof \u201eh\u00f6rigen\u201c und seiner Gerichtbarkeit unterworfenen dienst- und abgabepflichtigen Bauern bearbeitet wurde. Die Bezeichnung des Schwelmer Fronhofes als \u201eK\u00f6lnischer Hof\u201c deutet an, da\u00df er l\u00e4ngere Zeit den Erzbisch\u00f6fen von K\u00f6ln geh\u00f6rte. Im Jahre 1812 wurden auf Erla\u00df von Napoleon s\u00e4mtliche Abh\u00e4ngigkeiten abgel\u00f6st und die H\u00f6fe freies Eigentum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst durch die preu\u00dfische Verwaltung wurde entgegen der jahrhundertealten Tradition der Name des Mannes zum Familiennamen bestimmt. Bis dahin war es f\u00fcr eigenh\u00f6rige Bauern selbstverst\u00e4ndlich, da\u00df sie nach den Namen des Hofes genannt wurden, unabh\u00e4ngig von allen m\u00f6glichen Erbg\u00e4ngen. Der Hofname wurde nat\u00fcrlich als Familienname den Nachkommen weitergegeben. Von aufheiratenden oder anders aufziehenden Personen wurde der Hofname sogleich als neuer Familienname gef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem \u201eneumodischen\u201c Gesetz blieb bei aufziehenden M\u00e4nnern deren Geburtsname der Familienname der Besitzerfamilie, wobei der Hofname mit dem Zusatz \u201egenannt\u201c beigef\u00fcgt wurde. In der Praxis sah es aber so aus, da\u00df die Bauern weiterhin lediglich nach dem herk\u00f6mmlichen Namen \u2013 dem des Hofes \u2013 genannt wurden, w\u00e4hrend sie amtlich anders hie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wurde zum Beispiel aus Arnold Henrich Dr\u00f6gehorn nach seiner Einheiratung auf den Berenbruchschen Hof im Jahre 1712 der Arnold Henrich Dr\u00f6gehorn genannt Berenbruch, seine Kinder trugen nur noch den Familiennamen Berenbruch. Allerdings konnte es vorkommen, da\u00df die S\u00f6hne, die in andere St\u00e4dte abwanderten, wieder den urspr\u00fcnglichen Namen annahmen. Dies machte auch Arnold Henrich Sohn Johan J\u00f6rg Dr\u00f6ghorn, welcher nach seiner Hochzeit nach Blankenstein verzog.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gebiet um Sprockh\u00f6vel und Silschede wird gemeinhin die Wiege des Ruhrbergbaus genannt. Im Jahre 1754 bereiste der Freiherr vom Stein die damaligen heimischen Zechen, unter anderem die Zeche Sankt Peter in Silschede. Die Mutung dieser Zeche hat das Datum 22. April 1645. Muter waren der Pastor von Wengern, Arnoldus Dr\u00f6ghorn, der die Grube \u201ezum Besten der Kirche\u201c betreiben wollte, und Th\u00f6nies Steinhaus, der P\u00e4chter des Gutes Steinhausen, auf dessen Grund und Boden diese Grube am Schlebuscher Berg errichtet werden sollte. Im Jahre 1754 wurden immer noch die Nachfahren vom Pastor Arnoldus Dr\u00f6ghorn und Th\u00f6nies Steinhaus als Gewerken notiert: \u201eSteinhaus und Erbengemeinschaft Dr\u00f6ghorn\u201c. Das in der Mutung 1645 angesprochende Betreiben der Grube zum Besten der Kirche hatte sich also inzwischen zum Wohle der Familie Dr\u00f6ghorn entwickelt. Ein Mitglied der Erbengemeinschaft Dr\u00f6ghorn war Arnold Henrich Dr\u00f6ghorn, ein Enkel des Pastors Dr\u00f6ghorn. Mit ihm kam die Familie Dr\u00f6ghorn auf den Berenbruchschen Hof und brachte \u00fcber die Zechenanteile einen gewissen Reichtum und Wohlstand mit. 1888 wurde die Zeche St. Peter endg\u00fcltig stillgelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Berenbruchschen Hof geh\u00f6rte nach der Hochzeit von Henrich Berenbruch mit Anna Margaretha Kemna auch der Hof Kemna in der Kemnade zu Silschede. Dadurch hatte Henrich Berenbruch so viele L\u00e4ndereien zu bewirtschaften, da\u00df er sich nicht in der Lage sah, alles Land zu seinem Nutzen zu bestellen. Deswegen verpachtete er im Jahre 1781 dem Adolph Scharloh f\u00fcr 24 Jahre das Land im Winkel, welches fern vom eigentlichen Berenbruchschen Hof lag. Noch 1827 wurden allerdings Pachtzahlungen f\u00fcr den Kotten im Winkel an den Berenbruchs Hof geleistet. Folgender Pachtvertrag wurde geschlossen:<\/p>\n<p><em>Wir Endes unterschreibene Eheleute Johann Henrich Behrenbrock f\u00fcgen hiemit zu wi\u00dfen, da\u00df nachdahin, da\u00df zu unserm Behrenbrocks Hofe geh\u00f6riges St\u00fcck Landes der Winckell genant von besagten unserm Hofe so sehr abgelegen, da\u00df de\u00dfen Cultur von uns nicht vortheilhaft und mit Nutzen besorget und bewerckstelligt werden kann, vielmehr dieses St\u00fcck gemeiniglich durch die Hohlwege, die besonders zur Winterzeit dar\u00fcber pflegen genommen zu werden und sonsten sehr verdorben wird, daher wir in Erwigung dieser Umst\u00e4nde und um unsern besten Nutzen zu Pachten dieses St\u00fcck Landes im Winckell genandt, und von dem daran h\u00e4ngenden Marckengr\u00fcnde f\u00fcnf sechzige an die Eheleute Adolph Scharloh auf 24 nacheinander folgende Jahren welche am May dieses laufenden 1781ten Jahres ihren Anfang nehmen, verpfachtet haben, und Kraft dieses verpfachten, und zwar unter folgende Bedingungen, Punkten und Clausulln als <\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em> Mu\u00df dieses Land von Anpf\u00e4chtern Eheleute Scharloh alle 12 Jahr gewonnen und jetzt beim Antritt de\u00dfelben das Gewinn mit 12 Rthlr baar bezahlet, und demn\u00e4gst alle 12 Jahr damit continuirt werden.<\/em><\/li>\n<li><em> M\u00fc\u00dfen Anpf\u00e4chter auf diese vorgemeldte Grundst\u00fccke eine neue Wohnung bauen, und dieselbe zu einem Kotten einrichten und so lange sie denselben unterhaben, im geh\u00f6rigen Stande auch Z\u00e4unen und Ferchtungen halten und ohne Unterschiedt alle Lasten, als die K\u00f6nigl. Schatzung und dergleichen nicht weiniger, auch den aus diesen Grundst\u00fccken gehenden Zehnten an die Behoerde, und zwarn an den zeitlichen K\u00f6niglich Steuer-Einnehmer und respective, K\u00f6niglich Rentmeister abf\u00fchren und entrichten, jedoch soll demselben zu den n\u00f6thigen Ferchtungen, die von au\u00dfen um den Kotten gemachet werden m\u00fc\u00dfen, von Verpf\u00e4chtern das Holtz, im Fall der Nothwendigkeit, jedesmal angewiesen werden, und hiebey verabredet, da\u00df der Zaun zwischen den Winckel und Hasenkamps St\u00fccken von Verpf\u00e4chtern und Anpf\u00e4chtern, und zwarn von jedem zur H\u00e4lfte gemachet werden soll.<\/em><\/li>\n<li><em> M\u00fcssen Anpf\u00e4chtern jahrlig und alle Jahr auf Maytag von diesen Grundst\u00fccken und Kotten per Morgen, der Morgen zu 208 Ruthen C\u00f6llnisch, an Pfacht geben 3 Rthlrhierbei drey Rthlr Cassengeld, was Endes diese verpfachtete Grundst\u00fccke, jedoch der f\u00fcnf Sechzige Marckengrundes ausgenommen, welche nicht mit geme\u00dfen werden, weil daf\u00fcr der Stute ad 15 Rthlr und die Mehrdienste prastiret werden sollen, verme\u00dfen und darnach die gantze Pfacht Quantum bestimmet werden sollen. De\u00dfgleichen m\u00fc\u00dfen dieselbe j\u00e4hrlich 5 Mehrdienste in der Erndte-Zeit auf Erfordern leisten, nicht weniger auch jahrlich einen Stuten oder Wegge auf Weynachten liefern, dahingegen versprechen.<\/em><\/li>\n<li><em> Eheleute Verpf\u00e4chtern, da\u00df dem Anpf\u00e4chtern erlaubet sein soll in ihrem der Eheleute Verpf\u00e4chtern Behrenbrocks Geholtze das n\u00f6thige Laub zu scharren und unsch\u00e4dlich Holtz zu hauen. Holten auch.<\/em><\/li>\n<li><em> Der Eheleute Verpf\u00e4chtern Kinder, nach Ablauf einer Frist von 24 Jahren diesen Kotten wieder an sich bringen, und den selben selbst bewohnen wollen, so sollen dieselbe zwar dazu gela\u00dfen werden, jedoch anders nicht, als unter der ausdr\u00fccklichen Bedingung, da\u00df nemlich den jezigen Anpf\u00e4chtern oder ihren Erben alle, an den Kotten habende Bau und sonstige Be\u00dferungs-Kosten vorab baar erleget, und von den Kindern der jezigen Verpf\u00e4chtern der Kotten oder diese Grundst\u00fccke selbst bewohnet werden sollen und m\u00fc\u00dften, und verstehen sich also hiebey<\/em><\/li>\n<li><em> von selbsten, da\u00df als lange dieses nicht geschiehet, die Erben der Eheleute Anpf\u00e4chtern nach Ablauf der Pfachtjahren allemahl zur Pfacht und Gewinnung die nechste sein sollen, dergestalt, da\u00df das einmahl vor allgesetzte Pfacht Quantum der drey Rthlr Cassen-geld f\u00fcr jeden Morgen, den Morgen zu 208 Ruthen C\u00f6llnisch, gerechnet, und das Gewinn auf 12 Jahr zu 12 Rthlr sage zwolf Rthlr best\u00e4ndig bestehen und niemals verh\u00f6het werden soll.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Alles ohne Betrug und Argelist, und unter wechselseitiger Trenunciation auf alle und jede Ausfl\u00fcchte, diese bestehn worinnen sie wollen. Zur Warheitsurkund haben so wohl Verpf\u00e4chtern als Anpf\u00e4chtern dieses Pfachtschein nebst anwesenden Tages-Freunden eigenh\u00e4ndig unterschriebn. So geschehen d. 12ten Mertz 1781<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hennrich Beerenbruch<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Anna Margaretha Kemna<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ehefrau Beerenbruch<\/em><\/p>\n<p><em>Auf Verlangen der Eheleute Adolph Scharloh, welches im Schreiben ohnerfahren, habe dieses f\u00fcr dieselben und zugleich als Zeugen unterschrieben, dieselben aber mit nebenstehenden Xen bezeichnet<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 H A St\u00f6lting<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Johann Peter Steinhaus<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Als Zeuge<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Da\u00df die Copey mit dem Original gleichlautend und Pflichtm\u00e4\u00dfig abgeschrieben solches attestiere E. H. Peters Praceptor<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Henrich Berenbruch vererbte den Berenbruchschen Hof an seinen Sohn David Peter Henrich Berenbruch und seiner Ehefrau Maria Catharina Bastian. Diese \u00fcbertrugen 1827 ihrem Sohn David Peter Henrich Berenbruch junior ihren Hof, welcher mit Catharina Elisabeth Bastian eine Nichte seiner Mutter bzw. seine Cousine heiratete, und schlossen dabei folgenden \u00dcbertragungsvertrag:<\/p>\n<p><em>Von Seiten des unterzeichneten K\u00f6nigl. Land- und Stadtgerichts wird nachstehende Verhandlung, welche w\u00f6rtlich lautet:<\/em><\/p>\n<p><em>Verhandelt zu Silschede in der Wohnung der Eheleute David Behrenbruch auf Behrenbruchs Hofe den 7ten Februar 1827.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0Auf das von dem David Behrenbruch junior namens seiner Eltern der Eheleute David Behrenbruch senior unterm 4ten d. Mts. bey Gerichte angebrachte Gesuch, um Aufnahme eines Uebertrags- Leibzuchts- und Abfindungs-Vertrages in der Eheleute David Behrenbruch senior Wohnbehausung verf\u00fcgte sich heute Vormittag fr\u00fch der unterschriebene Deputirte des Land- und Stadtgericht zu Schwelm hierher in die Wohnung der Eheleute David Behrenbruch senior, woselbst er<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>die Eheleute David Peter Henrich Behrenbruch und Maria Catharina geborene Bastian,<\/em><\/li>\n<li><em>deren \u00e4ltesten Sohn David Peter Henrich Behrenbruch<\/em><\/li>\n<li><em>die Ehefrau Behrenbruch junior Catharina Elisabeth geborene Bastian<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>anwesend fand.<\/em><\/p>\n<p><em>Von diesen dem Deputirten pers\u00f6nlich bekannten und ihrer Versicherung zufolge dispositionsf\u00e4higen Comparenten war zwar der David Peter Henrich Behrenbruch senior an eine ihm zugesto\u00dfenen Erk\u00e4ltung krank und bettl\u00e4gerig, gleichwohl sammt seiner Ehefrau und den \u00fcbrigen Comparenten v\u00f6llig geistesf\u00e4hig.<\/em><\/p>\n<p><em>S\u00e4mmtliche Comparenten zeigten zuvorderst an:<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0Es sey zwar unterm 13ten Septbr. 1814 ein Uebertrags- Leibzuchts- und Abfindungs-Vertrag unter Privat-Unterschrift errichtet, derselbe werde jedoch hierdurch ausdr\u00fccklich f\u00fcr aufgehoben und ung\u00fcltig erkl\u00e4rt und es sey ihr gemeinschaftlicher wohl\u00fcberlegter Wille, an die Stelle dieses vorstehend aufgehobenen Vertrages vom 13ten Septbr. 1814 heute einen anderen gerichtlichen Uebertrags- Abfindungs- und Leibzuchts-Vertrag abzuschlie\u00dfen, zu de\u00dfen Errichtung sie s\u00e4mmtlich und zwar um somehr befugt und f\u00e4hig w\u00e4ren, weil sowohl die Eheleute Behrenbruch senior als auch die Eheleute Behrenbruch junior in stehender Ehe sich bef\u00e4nden, keiner von ihnen in einer fr\u00fcheren Ehe gelebt und darin Kinder erzielt habe, auch keine Vertr\u00e4ge oder sonstige Verf\u00fcgungen in Mitte w\u00e4ren, durch welche sie in der freien Disposition \u00fcber ihr Verm\u00f6gen beschr\u00e4nkt w\u00fcrden.<\/em><\/p>\n<p><em>Die gemeinschaftlichen Verabredungen best\u00e4nden in den folgenden:<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>1.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Privat-Uebertrags- Abfindungs und Leibzuchts-Vertrag vom 13. Septbr. 1814 wird hierdurch unwiderruflich aufgehoben, f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt und es \u00fcbertragen die Eheleute David Peter Behrenbruch senior und Maria Catharina Bastian senior hierdurch und Kraft dieses ihr in der Comune Silschede kenntlich belegenes schuldenfreies Erbguth, der Behrenbruchs Hof genannt sammt allen Zubeh\u00f6rungen, Rechten und Gerechtigkeiten, Lasten und Vortheilen in der Art, wie sie dasselbe bisher bese\u00dfen und benutzt haben, auch zu besitzen und zu benutzen befugt gewesen sind, desgleichen samt allen auf dem Hofe befindlichen Mobilien und Merention (?), soe wie ferner sammt der Ausr\u00fcstung, welche sie noch von Bastians Hofe zu erwarten haben, jedoch mit Ausnahme der Steinkohlebergwerke, des vorhandenen geschnittenen und ungeschnittenen Leinwandts, der \u00e4lterlichen Kleidungsst\u00fccke, der mit Silber beschlagenen Bibel und der silbernen Halskette sammt goldenem Schlo\u00dfe, \u00fcber welche Gegenst\u00e4nde unten n\u00e4here Bestimmung erfolgen wird, ihrem Kinde resp. Schwiegertochter, den Eheleuten David Peter Henrich Behrenbruch und Catharina Elisabeth geborene Bastian junior zum mehren alleinigen unwiderruflichen Eigenthum, und setzen dieselben hiermit sofort in den uneingeschr\u00e4nkten Besitz und Abnutzen vorstehend \u00fcbertragener und hiermit \u00fcberlieferter Gegenst\u00e4nde ein, also da\u00df auch die Lasten und Abgaben von Stunde an auf die Cessionaire \u00fcbergehen.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em> 2.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Ist der Uebertrags-Preis auf die Summe von 2000 geschriebn zweitausend Reichsthaler preu\u00df. Cour. festgesetzt und dabey vereinigt, da\u00df die Cessionaire Eheleute Behrenbruch junior an die abgehenden Kinder Friedrich Peter und Johann Peter deren f\u00fcr jeden einen ein Drittel des Uebertrags-Quanti bestehenden Antheil, ordnen die Cessionaire ihrerseits an der Uebertrags-Summe zum ein Drittel Theil mehr auf Maitag k\u00fcnftigen Jahres Achtzehnhundertachtundzwanzig mit Vier Prozent Zinsen seit dem ersten May 1822 auskehren m\u00fcssen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>3.<\/em><\/p>\n<p><em>Sind die Cessionaire Eheleute Behrenbruch junior verpflichtet, einen jeden der abgehenden Kinder Friedrich Peter und Johann Peter an Ausr\u00fcstung zwey milchgebende K\u00fche und ein zweyj\u00e4hriges Rind, desgleichen f\u00fcr die sonst gew\u00f6hnlichen Ausr\u00fcstungs-St\u00fccke sammt der Br\u00e4utigams-Kleidung, die Summen von 300 geschrieben dreyhundert Reichsthaler preu\u00df. Cour. ohne allen Abzug an deren Antheile an der Uebertrags-Summe zu geben, da inde\u00df der Friedrich Peter Behrenbruch bey seiner Verheyrathung bereits eine milchgebende Kuh und von der \u00fcbrigen Ausr\u00fcstung bereits mehreres erhalten hat, so erh\u00e4lt derselbe von den Cessionaire nur noch eine milchgebende Kuh und das zweyj\u00e4hrige Rind, dasgl. von der Ausr\u00fcstungssumme nur noch 110 sage einhundertzehn Reichsthaler preu\u00df. Courant. Weil ferner der Joh. Peter bey seiner Verheyrathung ebenfalls auf die Ausr\u00fcstung schon etwas erhalten hat, so erh\u00e4lt dieser au\u00dfer den beiden milchgebenden K\u00fchen und dem zweyj\u00e4hrigen Rinde nur noch 250 sage zweyhundertf\u00fcnfzig Reichsthaler preu\u00df. Cour., wobey bestimmt wird, da\u00df von den milchgebenden K\u00fchen die Cessionaire eine derselben erst nach dem Ableben der Cedenten einen jeden der abgehenden Kinder zu geben brauchen, die \u00fcbrigen Gegenst\u00e4nde aber schon auf Maitag 1828 gefordert werden k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>4.<\/em><\/p>\n<p><em>Bedingen sich die Cedenten Eheleute Behrenbruch senior die nachstehende Leibzucht:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>zur Wohnung entweder zwey Stuben oder nach ihrer der Cedenten Wahl das sogenannte Leibz\u00fcchters Haus, <\/em><\/li>\n<li><em>die nothwendigen Mobilien und Hausger\u00e4the nach der Wahl der Cedenten,<\/em><\/li>\n<li><em>die Benutzung zweier milchgebender K\u00fche n\u00e4chst der Lasten, die von den Cessionairen unentgeltlich ausgef\u00fcttert werden m\u00fcssen,<\/em><\/li>\n<li><em>das Recht, ein Schwein auf dem Hofe laufen zu lassen,<\/em><\/li>\n<li><em>sechs H\u00fchner und drey G\u00e4nse zum Gebrauche,<\/em><\/li>\n<li><em>die j\u00e4hrliche Lieferung eines Paars Stiefeln, eines Paars Schuhe und zweier Paar wollener Str\u00fcmpfe und eines Paars Pantoffeln,<\/em><\/li>\n<li><em>die lebensl\u00e4ngliche Benutzung der beiden von den Leibz\u00fcchtern selbst zu befl\u00f6\u00dfenden Wiesen im Bruche und im Siepen,<\/em><\/li>\n<li><em>die lebensl\u00e4ngliche Erhebung der Zeitpachtsgelder, von dem Winkeler Kotten und der lebensl\u00e4ngliche Genu\u00df der Tradde Kohlen von der Zeche Sct. Peter.<\/em><\/li>\n<li><em>Zwey sechszig im Garten und zwey sechszig zu Kartoffeln, auch zwey sechszig im R\u00fcbenkampe, welche St\u00fccke die Cessionaire jedesmal unentgeltlich d\u00fcngen, bes\u00e4en und bearbeiten m\u00fcssen,<\/em><\/li>\n<li><em>Den dritten Theil des Obstes und Krauts, vier Scheffel Hafer zur Gr\u00fctze, ein Viertel Erbsen,<\/em><\/li>\n<li><em>Den n\u00f6thigen Brand welchen die Cessionaire unentgeltlich herbey fahren m\u00fcssen<\/em><\/li>\n<li><em>Ein Hinterviertel einer fetten Kuh, zu 120 das Hinterviertel schwer, ein fettes Schwein von 130, 20 Aufschnitt und das n\u00f6thige Salz,<\/em><\/li>\n<li><em>Den bis zum Hecheln bearbeiteten Flachs eines Viertel Leins, wozu jedoch die Cedenten den Samen hergeben m\u00fcssen,<\/em><\/li>\n<li><em>Zehn Maas Oehl und w\u00f6chentlich 2 gute Brote jedes elf schwer.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>S\u00e4mmtliche vorstehende von den Cessionairen den Cedenten unentgeltlich zu verabreichenden Leibzuchtspr\u00e4stationen m\u00fcssen selbst dann, wenn auch von den Cedenten einer mit Tode abgehen sollte, den Ueberlebenden derselben ganz geleistet werden, sie fallen aber nach dem Tode beider Eltern und Leibz\u00fcchter den Cessionairen wieder zu.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>5.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Ausf\u00fchrung des \u00a7 1 von dem Uebertrage ausgeschlo\u00dfenen Verm\u00f6gens soll es unter den drey Kindern der Cedenten bey der gesetzlichen Erbfolge jedoch mit der Bestimmung verbleiben, da\u00df<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>die Kinder der Cedenten in Ausf\u00fchrung der im Nachla\u00df befindlichen mit Silber beschlagenen Biebel, so wie der silbernen Halskette sammt dem goldenen Schlo\u00dfe, nachdem sie vorher deren Annahmepreis unter sich festgesetzt haben, deren uebernehmer unter sich durch das Loos bestimmen sollen.<\/em><\/li>\n<li><em>Der j\u00fcngste Sohn Johann Peter Behrenbruch aus dem Nachla\u00df der Cedenten ein Geldvorueberm\u00e4chtni\u00df von 166 Rthlr. 20 Sgr. Geschrieben Einhundertsechsundsechzig Reichsthaler Zwanzig Silbergroschen preu\u00df. Courant erhalten soll,<\/em><\/li>\n<li><em>Den drey Kindern der Cedenten untereinander in Anf\u00fchrung der aus dem Nachlasse den Cedenten \u00fcberkommenden Steinkohle-Bergwercksantheile im Falle deren nothwendiger oder freiwilligen Ver\u00e4u\u00dferung das gesetzliche Vorkaufsrecht gegenseitig beigelegt, die betreffenden aus dem Nachlasse der Cedenten \u00fcberkommenden Bergwercks-Antheile eines jeden der drey Kinder David Peter Henrich, Friedrich Peter und Johann Peter Behrenbruch mit diesen Vorkaufsrechte hierdurch und Kraft dieses belastet sein und dasselbe zu seiner Zeit auf die betreffende Bergwerksantheile im Berggegenbuche eingetragen werden soll.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>6.<\/em><\/p>\n<p><em>Da der Johann Peter Behrenbruch durch sein bisheriges Betragen an den Tag gelegt hat, das er seinem Verm\u00f6gen und dessen Verwaltung nicht mit der geh\u00f6rigen Sorgfalt und Umsicht vorsteht, und das Seinige nicht als ein guter Hausvater zusammenh\u00e4lt, so bestellen die Cedenten Eheleute Behrenbruch senior aus seiner elterlichen Zuneigung ihre beiden anderen S\u00f6hne David Peter Henrich und Friedrich Peter Behrenbruch zu dessen Curatoren dergestalt, da\u00df derselbe ohne deren Zustimmung und Genehmigung keine Ver\u00e4u\u00dferung oder Verpf\u00e4ndung seines Verm\u00f6gens vorzunehmen befugt sein soll, und es hoffen die Cedenten, da\u00df sich ihr genannter Sohn diese ihre wohlgemeinte \u00e4lterliche Anordnung werde gefallen lassen, die Kontrahenten genehmigten den vorstehenden Uebertrags- Abfindungs- und Leibzuchts-Vertrag seinen ganzen Inhalte nach und in allen seinen Punkten, gelobten sich de\u00dfen wechselseitigem Einhaltung, acceptirten die darin enthaltenen gegenseitigen Zuwendungen und Verpflichtungen, erbaten sich eine zweyfache Ausfertigung und erkl\u00e4rten schlie\u00dflich das die mit der heutigen Verhandlung verbundenen Kosten und Stempel-Auslagen von den Cessionairen getragen w\u00fcrden.<\/em><\/p>\n<p><em>So geschehen am Tage und Orte wie oben.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0Dav. Behrenbruch<\/em><\/p>\n<p><em>Maria Catharina Bastian<\/em><\/p>\n<p><em>David Peter Henrich Behrenbruch junior,<\/em><\/p>\n<p><em>Catharina Elisabeth Behrenbruch geborene Bastian<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Nedden<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Dienst der Eheleute David Peter Henrich Behrenbruch senior hierdurch in beglaubter Form ausgefertigt.<\/em><\/p>\n<p><em>Urkundlich beigedr. Insiegels.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schwelm d. 10ten Febr. 1827<\/em><\/p>\n<p><em>K\u00f6nigl. Preu\u00df. Land- u. Stadtgericht.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jahre 1853 \u00fcbergaben die Eheleute David Peter Henrich Berenbruch senior und Catharina Elisabeth Bastian den Hof an ihren \u00e4ltesten Sohn Friedrich Peter David und schlossen dazu folgenden Vertrag:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Verhandelt zu Hagen den 27. April 1853<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0Heute gestellten sich vor dem unterzeichneten Richter folgende demselben bekannte Personen:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>der Gutsbesitzer David Peter Heinrich Berenbruch von Silschede,<\/em><\/li>\n<li><em>dessen gro\u00dfj\u00e4hriger Sohn Friedrich Peter David Berenbruch eben daselbst wohnhaft.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Die Comparenten schlossen folgenden Vertrag:<br \/>\n<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>I. David Peter Heinrich Berenbruch \u00fcbertr\u00e4gt seinem anwesenden Sohne sein und seiner Ehefrau, Catharina Elisabeth geb. Bastian, gesammte Verm\u00f6gen, mit Ausnahme folgenderBestandstheile desselben:<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li><em>der ausstehenden Forderungen,<\/em><\/li>\n<li><em>der Bergwerks-Antheile,<\/em><\/li>\n<li><em>der Kleidungsst\u00fccke und ungeschnittener Leinewand.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Zu dem \u00fcbertragenem Verm\u00f6gen geh\u00f6rt unterm anderm der im Hypothekenbuche von Silschede folio 12 verzeichnete Kotten, welche die Parzellen Flur I No. 81, 84, Flur II No. 16, 54, 60, 61, 66, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 93, 94 bis 100, 108, 55, 56, 57 der Gemeinde Silschede umfa\u00dft.<\/em><\/p>\n<p><em>Die \u00dcbertragung wird von Friedrich Peter David Berenbruch acceptirt und von den beiden Contrahenten bemerkt, da\u00df die \u00dcbergabe des abgetretenen Verm\u00f6gens schon statt gefunden habe, und \u00dcbernehmer s\u00e4mmtliche darauf haftenden Lasten und Abgaben vom 1. May d. J. zu tragen verpflichtet sei.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>II. \u00dcbernehmer zahlt an jedes seiner 5 Geschwister 600, buchst\u00e4blich sechshundert Thaler, n\u00e4mlich an seine Schwester Friederike Lisette, Ehefrau Schmalenbeck am 1. Mai 1854, an seine Schwester Marie Catharine, Ehefrau des August Kaeseler, am 1. Mai 1855, an seinen Bruder Carl am 1. May 1856, an seinen Bruder August am 1. May 1857, an seinen Bruder Heinrich am 1. May 1858.<br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em> III. Wenn sich der Bruder des \u00dcbernehmers names Carl verheirathet, dann erh\u00e4lt dieser vom \u00dcbernehmer eine Ausr\u00fcstung, bestehend in einem vollst\u00e4ndigem Bette nebst Bettstalle, einem Tische, sechs St\u00fchlen, einem Kleider- oder Glaserschrank, einer Kuh und einem zweij\u00e4hrigen Rinde, au\u00dferdem auch 30, buchst\u00e4blich drei\u00dfig Thaler zur Anschaffung der Br\u00e4utigams-Kleidung.<\/em><em><br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em> IV. Dieselben Verpflichtungen, wie gegen seinen Bruder Carl, hat \u00dcbernehmer gegen jeden seiner genannten Br\u00fcder im Falle der Verheirathung desselben zu erf\u00fcllen.<\/em><em><br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em> V. \u00dcbernehmer gestattet seinen drei j\u00fcngsten Geschwistern, so lange sie unverheirathet sind, freien Aufenthalt und Kost in dem \u00fcbertragenen Hause gegen die Verpflichtung, an den h\u00e4uslichen und landwirtschaftlichen Arbeiten des \u00dcbernehmers theil zu nehmen.<\/em><em><br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em> VI. \u00dcbernehmer gew\u00e4hrt seinen Eltern, so lange dieselben leben, folgendes:<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li><em>zwei Stuben im \u00fcbertragenem Hauptwohngeb\u00e4ude, oder, wenn es verlangt wird, das im Hofe stehende Nebengeb\u00e4ude mit dem darunterstehenden halben Schweinestall, zum Gebrauch, ebenso<\/em><\/li>\n<li><em>das nach dem Ermessen der Eltern erforderliche Mobiliar und Hausger\u00e4the,<\/em><\/li>\n<li><em>die Benutzung einer von ihm zu f\u00fctternden Kuh,<\/em><\/li>\n<li><em>die Benutzung der Wiese im Siepen,<\/em><\/li>\n<li><em>die Benutzung von sechs sechszig Grundes, n\u00e4mlich von zwei sechszig zu Kartoffeln, zwei sechszig zu R\u00fcben und von zwei sechszig zum Gartenbau. Diese letzten beiden sechszig suchen sich die Eltern des \u00dcbernehmers in den vorhandenen G\u00e4rten, die zuerst gedachten vier sechszig auf dem Felde aus. \u00dcbernehmer hat das ganze Areal d\u00fcngen, bearbeiten, behauen resp. bepflanzen zu lassen.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Die Eheleute David Heinrich Peter Berenbruch erhalten ferner vom \u00dcbernehmer<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>den nothwendigen Brand und<\/em><\/li>\n<li><em>allj\u00e4hrlich zwei Scheffel Hafer zu Gr\u00fctze, ein Hinterviertel einer fetten Kuh zu 120 Gewicht, ein fettes Schwen von 130 und 20 Aufschnitt.<\/em><\/li>\n<li><em>\u00dcbernehmer gibt seinen Eltern w\u00f6chentlich zwei gute Brote a 11 Gewicht und zahlt denselben<\/em><\/li>\n<li><em>Allj\u00e4hrlich den Betrag der von den betreffenden Gewerckschaften an ihn zu zahlenden Trattengelder aus, so da\u00df demnach der volle Genu\u00df dieser Grundentsch\u00e4digung, die mit zum \u00fcbertragenem Verm\u00f6gen geh\u00f6ren soll, erst nach dem Tode der Curanten auf den \u00dcbernehmer \u00fcbergeht.<\/em><em><br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li><em>\u00a0 VII. Friedrich Peter David Berenbruch verpflichtet sich, nach seiner Eltern Tode den goldenen Schmuck seiner Mutter und das von seinen Eltern besessene und benutzte vollst\u00e4ndige Bett nebst Bettstelle an seinen Bruder Heinrich herauszugeben. Derselbe verpf\u00e4ndet f\u00fcr alle vorstehend \u00fcbernommenen Verpflichtungen den ihn \u00fcbertragenen Grundbesitz und willigt in die Eintragung dieses Pfandrechts-Titels zum Hypothekenbuche mit dem ausdr\u00fccklichen Anerkenntni\u00df, da\u00df die \u00a7 VI aufgez\u00e4hlten Positionen auch dann, wenn nur eins seiner Eltern noch am Leben sein wird, ihrem ganzen Umfange nach zu entrichten seien.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>\u00a0David Peter Heinrich Berenbruch hat die bewilligte Eintragung nicht eher vorzunehmen, als bis von ihm, oder seiner Ehefrau darauf angetragen werde, bis dahin auch \u00fcberhaupt jede Anforderung zu seinem und seiner Ehefrau Gunsten auszusetzen. S\u00e4mtliche Kosten tr\u00e4gt Heinrich Peter David Berenbruch der Aeltere.<\/em><\/p>\n<p><em>Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben<\/em><\/p>\n<p><em>David Pet. Henr. Berenbruch<\/em><\/p>\n<p><em>Friedrich P. D. Berenbruch<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0Vorstehende Verhandlung wird f\u00fcr den David Peter Heinrich Berenbruch zu Silschede ausgefertigt.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hagen, den 5. Mai 1853<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 K\u00f6nigliches Kreis-Gericht II. Abteilung<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Hochzeit der Hoferbin Christel Elfriede Berenbruch mit Helmut E. W. Feine drohte die seit Jahrhunderten bestehende Tradition der Berenbruchs auf dem Berenbruch auszusterben. Doch verlangte ihr Vater, da\u00df nur ein Berenbruch den Hof erhalten k\u00f6nne. So lie\u00df die ganze Familie, bis auf die T\u00f6chter, die schon verheiratet waren, im Jahre 1980 ihren Familiennamen Feine in Berenbruch \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hof Berenbruch liegt in der ehemaligen Bauerschaft Silschede. Die erste bekannte Erw\u00e4hnung stammt aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark aus dem Jahre 1486. Dort hei\u00dft es Berenbroyck 5 g bet. 1g\u00a0\u00a0 1 oirt noch 2 1\/2 g, nil maius. Dieses Schatzbuch war die erste Steuerliste der Grafschaft Mark. 1553 wird ein Johan Berenbrouch als &hellip; <a href=\"https:\/\/familie-ibing.de\/?page_id=94\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Geschichte des Hofes Berenbruch zu Silschede<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"page-templates\/full-width.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/94"}],"collection":[{"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=94"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/94\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1771,"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/94\/revisions\/1771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=94"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}