{"id":12,"date":"2014-09-20T11:18:23","date_gmt":"2014-09-20T11:18:23","guid":{"rendered":"http:\/\/familie-ibing.de\/?page_id=12"},"modified":"2015-02-18T20:04:17","modified_gmt":"2015-02-18T20:04:17","slug":"der-hof-am-ibing-im-kirchspiel-wengern","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/familie-ibing.de\/?page_id=12","title":{"rendered":"Der Hof am Ibing im Kirchspiel Wengern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Hof am Ibing liegt in der Bauerschaft Esborn, welche von altersher zum Kirchspiel Wengern geh\u00f6rt. Er ist der Ausgangspunkt der Sippschaft Ibing.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 1300 und 1313 wird ein Everhardus de Herdinchusen als Herr in Ybinch bzw. Ybink in den Lehnb\u00fcchern der Familie von der Recke von Volmerstein er\u00adw\u00e4hnt. Dies ist die erste bekannte urkundliche Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1316 erscheint Everhardus de Herdinchusen als Zeuge in einer Urkunde des Stift Gevelsberg<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 21. Dezember 1325 bezeugen Abtissin Alheydis und der Konvent des Klosters in Gevelsberg, das ihnen Everardus genannt de Herdekusen als Liebe zu ihrem Orden und um seines Seelenheils willen eine Rente von 6 Soester Schillingen aus seinen G\u00fctern zu Overberge (supra Montem) vermacht habe, damit seine \u201aMemorie zweimal j\u00e4hrlich mit Messen, Vigilien und Gebet begangen werde<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgabenzahlungen von Ludwig zu Ibing an seinen Lehnsherren Dietrich IV. von Volmerstein werden von 1380 bis 1388 aufge\u00adf\u00fchrt. Ludwig zu Ibing wird au\u00dferdem in Urkunden aus den Jahren 1373 und 1411 als Sch\u00f6ffe er\u00adw\u00e4hnt. Die M\u00f6glichkeit, an der Feme, also am Gericht, als Sch\u00f6ffe t\u00e4tig zu sein, war an zwei Vor\u00adaussetzungen gebunden:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Sch\u00f6ffe mu\u00dfte auf einem zum Freistuhl geh\u00f6rigen Hofe sitzen, eben dem Freigut oder Sch\u00f6ffengut, au\u00dferdem konnte nur ein freier Mann Sch\u00f6ffe sein, das hei\u00dft, er durfte nicht h\u00f6rig oder unfreier Abkunft sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter Freigut pflegt man ein zu einer Grafschaft oder Freigrafschaft geh\u00f6riges Gut zu verstehen. Das Freigut ist zu Abgaben und Diensten verpflichtet, insbe\u00adsondere hat der Freie, also der Inhaber des Gutes, die Pflicht, als Sch\u00f6ffe vor Gericht mitzuwirken. Daher ist der Schlu\u00df berechtigt, auch im Gut Ibing ein Freigut zu sehen. Dieses geh\u00f6rte zur Freigrafschaft Volmarstein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere Erw\u00e4hnung findet der Name in einer Stiftungsurkunde der Markgenossen der Gemeinde Wengern an die dortige Kirche im Jahre 1472. Die im Geheimen Staatsarchiv Berlin hinterlegte Urkunde hat folgenden Wortlaut:<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>1472, 24. September up den Donnersdach na s.Matheus Dage<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>S\u00e4mtliche Erben und Markgenossen der gemeinen Mark zu Wenegern geben zur Beleuchtung des heil. Sakramentes in der Kirche zu Wenegern ihr sogen. Weidegeld, wie es ihnen f\u00e4llig ist, alle Jahre aus ihren Kottenund H\u00f6fen, die in ihrer Mark gelegen sind. Kundich sey allen luden, die desen brieff siihen off horen lesen, dat wii sementlichen erven und marcknoten der gemeynen marcke von Wenegeren bekennen in desen openen besegelden breyve vor uns und unse nakomen erven, dat wii tsamen eyndrechttlich myt unsen guden vriien moytwillen hebn gegeven und geven vermytzs crafft diis brieff tot geloichte des hilgen sacramentes in der kerken to Wenegern alsullich sodane unse weydegeld as us jarlix und al jar vellich is ute den unsen kotten und houwen in unser marken gelegen namentlich ute desen nabeschreven ittlichen kotten twe sware pennynge eyerste ute demkotten to Gernebecke und vort den anderen kotten genoympt eyn dey Cottelstrate, dey Hyndercotte, dey Schallaye, Haveckenscheydt, toe hilgeloe, dey Priil, dey Borkey, <strong>to Ibinck<\/strong>, dey Kotte, dey Kempe, den neder Smalenbecke, dat Heymenholl, Blomendael, dat Huppop, des Duedinck, dey Wiischerhoff, Evert Viischer, Hans Varney, eyn Kotte die Kamp, dey Bergerkotte, in den Bremmen, Vosses kotten, to Hetberge, Wiildeshusen, tor Eilffe, an dem Berge, dey Oyverkotte, dat Distelkamp, twe Potthove, dey tom Drogehorne, Pypenbrick, dey Slepekotte, Potteskotte, in dem Drecke, dat Hoill, dat Hersebroich, in Undatis, dey Wulff, die Helle, die Hasenkamp, die Heyde, des Vriischenhoiff, und von desen nabeschrevenen von eynen uytliken sess sware pennynge. Item dat Hoistrey, to groten Varney, Kottenbergh, Doynhoves, Dorpmanns guid und to Elleberge und vort in dem huseken under dem berge twelff Dorpmundesck pennynge, Herbert achte pennynge Dortmund, dey Lasterkotte sess d, Bernt B\u00f6vinck achte d, in dem Schrypphues achte d, die grote Diick, wanner to gelacht is, veyr d und to Leyverinchusen van eynem Diicke twe pennynge. So wes hier van kumpt, sal man hebn to gelochte des hilgen sacraments dar vor to bereen, Des ensal sick der Pastoir der hilgen kercken noch kerckmeyster kroden voyrder, dan man sal nehmen ute dreyn burtschoppen ute itlicker burschop eynen, dat gotlicken to vorwaren, und anders nyrge to twe komen dan to geluchte vurser. Und al j\u00e4r dar von to rekenen und darmyt werde umb ergangen, oft sick geburd. Und oft sake were, wen dat anders yrgent to hebe off nehmen wolde. Sunder wyllen unser erven vurser. So soln und moegen wii sementliken erven und marckenoten off unse nacomelinge dat weder nehmen tot behoif der erven gelikes dat to hebn as vor datum und giiffte diis breyffs. Und wii sementlichen erwen und marcknoten synt deser j\u00e4rlix und gulde gerichtliken vor unsem Holtgerichte und unsem holtrichter Arnd Hoewarde gerichtlich utgegan in maten vurser. Und hebn darup vertegen myt hande und myt munde vor unsunde unse nakomen erwen und hebn uns vurser. Erwen dar myt enterfft und dat hilge sacramente to belochten mede beerfft ten ewigen dagen und al in maten vurser. Des ick Arnd Hoewarde holtrichter vurser enkenne, dat alsulliche vurser giiffte updracht, vortichtnisse und uitganck und weder gerichtlich is erkant, gescheyn und beleyvet von dem sementlichen erwen und marckoten to behoiff des hilgen sacramentes to gelochte, dar ordel und recht na unser marcke boire und rechte is, overergangen und erkant, und ick holtrichter vurser so recht is, orkunt up heb entfangen. Und dese vurser j\u00e4r renten bii deem gel\u00f6chte des hilgen sacramentes to laten und al in maten vurser. Wante ick Arnd Hoewarde holtrichter vurser geyn egen ingesegel en heb so heb ick und dey sementlichen erwen und marckenoten gebeden den bescheden und festen Johan Doynhove und Heynrich van me Holte und Gertrud selligen Hinrix Hasenkampes nagelaten husvrowen dat sey diiss to tuge und to erkenntnisse ere ingesegel vor uns sementlich und unse nachkommen erwen und \u00e4ck mede vor sick selffs und van des gerichtes gicht wegen unden an desen breyff hebe gehangen. Des wy Johan und Heynrich und Gertrud vurser erkennen al vurser punte mede hebn beleywet vermytzs den sementlichen erwen und marcknoten unserm marcke to Wenegern. Des so heb wiiumb bede wiln Hans Ch Howarde holtrichter vurser und der tsamen erwen unse ingesegele to erkenntnisse aller vurser. Dynghe unden an desen brieff gehangen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Datum anno domini M\u00b0CCCC\u00b0LXXII\u00b0 up ten Donnersdach, na sancti Matheus Dage. In diit vurser weydegelt is alj\u00e4r vellich upsunte Martini biischop des Donnersdages dar na soln des vurser dey sulke pacht plegen j\u00e4rlix to geven, dey betalen in hande deser vurser drey manne dey dar to werden gevorghet ute den burtschoppen gelix vurser steyt.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">1486 wird dann \u201eto Ybynck\u201c im Schatzbuch der Grafschaft Mark aufgef\u00fchrt mit einer Steuer von vier Gulden, die schon komplett bezahlt war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1620 wird erw\u00e4hnt, da\u00df \u201e<em>Th\u00f6ns Ibingh retulit \u00fcber 500 Rt. schuldigh zu sein<\/em>\u201c. Im Jahre 1630 belief sich die Steuerkraft des Hofes \u201eIbinck\u201c auf 42 Schilling.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der \u201eDesignation der Gutter und Bestialen im Gericht Volmarstein vom Jahre 1645\u201c wird folgendes berichtet:<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Th\u00f6ns Jbinck besitzet einen Erbhof, so theils zehend\u00adbar. Gibt in die Rentmeisterie 1 Schep. 4 B. Habern. Hau\u00df und Gebeue uberver\u00adsehen, hat an Lande 3 \u00bd Maldersch., Weischen 2 Schep., 10 Schweinrecht, item Hof und Garten. <\/em><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li><em> hat 2 Einwohner, einen Bruder und eine S\u00fcster, beyde verheyratet. Verrichte Hau\u00dfmansarbeit und habe 3 Kinder. <\/em><\/li>\n<li><em> hat 2 Khue, so de\u00dfen Sohn verdienet, und ein klein K\u00e4lben aestimirt &#8212; 13 Rt. <\/em><\/li>\n<li><em> Roggen geseet 5 V. <\/em><\/li>\n<li><em><em> Habern 5 \u00bd Schepel.\u201c<\/em><\/em><br \/>\n<hr \/>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">1645 war der obengenannte Th\u00f6ns (Anton) Ibing Erbhofbauer und bewohnte den Hof mit seiner Familie und einer Schwester. Sein Erbe war Peter, welcher mit ei\u00adner nicht n\u00e4her bekannten Catharina verheiratet war, die am 25. September 1691 im Alter von 70 Jahren beerdigt wurde. Dessen Nachfolger wiederum war Henrich Ibing, um 1645 geboren und am 10. M\u00e4rz 1699 beerdigt. Er ehelichte in erster Ehe Catharina Beckm\u00e4nning und in zweiter Ehe Catharina Bergerhoff, die Witwe des Peter Schlepkotten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1633 heiratete Johan Ibing, des T\u00f6nnis Ibing Sohn aus Oberwenigern, nach Hattingen, und bereits 1677 folgte ihm ein weiterer Johan Ibing, des Henrich Ibings (Prill!) Sohn. Diese beiden begr\u00fcndeten den Hattinger Zweig, der durch das Tuchmachergewerbe zu gro\u00dfem Wohlstand und Ansehen gelang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1731 heiratete Johann Heinrich Weustenfeld aus Hattingen auf dem Hof am Ibinge Anna Catharina Haveckes. Sehr h\u00e4ufig wechselte in unserer heimi\u00adschen Gegend der Name des einheiratenden Mannes, wenn kein m\u00e4nnlicher Nachkomme das Erbe \u00fcbernehmen konnte bzw. der einheiratende Mann den Hof \u00fcbernahm. In solch einem Falle nahm er den Namen des Hofes an, sein eigentli\u00adcher Geburtsname kam schon bald au\u00dfer Gebrauch, es galt nunmehr auch f\u00fcr ihn der Hofesname. Sp\u00e4ter wurde er in den Kirchenb\u00fcchern J. H. Weustenfeld genannt Ibing genannt, seine Kinder und weiteren Nachfahren hie\u00ad\u00dfen bzw. hei\u00dfen nur noch Ibing.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Witwe Ibing heiratete nach dem fr\u00fchen Tode ihres Mannes 1739 den Johan Caspar Enercke. Auch dieser verstarb nach f\u00fcnfj\u00e4hriger Ehe, so da\u00df die zweimalige Witwe Ibing 1749 ein drittes und letztes Mal heiratete, und zwar Johann J\u00fcrgen Berckermann. Dieser wird im Jahre 1755 in den Protokollen zur Teilung der Weniger Mark als Eigent\u00fcmer genannt und erhielt acht Markrechte und zwei Kottrechte. 1768 hatte er \u201eeinen gro\u00dfen L\u00e4rm geschlagen\u201c, als seinem Nachbarn Niederste Hilligloh angeblich zu viele B\u00e4ume von seinem Grund zum Hausbau zugewiesen wurden. Daraufhin wurde die Zuweisung ausgesetzt. Auch diese beiden Ehem\u00e4nner nahmen den Namen Ibing an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir k\u00f6nnen den Wengeraner Kirchenb\u00fcchern entnehmen, da\u00df die Eltern von Anna Catharina Haveckes Peter Hatsbeck oder Haveckes und Anna Margaretha Ibing waren, die sp\u00e4ter den Hof bewirtschafteten. Die Eltern der Mutter waren wiederum Henrich Ibing, als Erbhofbauer bekannt, und Catharina Beckm\u00e4nning, vom Beckm\u00e4nningschen Hofe etwas unterhalb des Ibingschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den Belegen zum Hypothekenbuch des Gerichtes Volmarstein findet sich ein Dokument betreffend die Hochzeit von Anna Margaretha Haveckes, einer j\u00fcngeren Schwester Anna Catharinas, und Henrich Peter Schalleyer vom 27. No\u00advember 1739, in dem es sich unter anderem um die Nachla\u00dfverteilung handelt. An einer Stelle wird erw\u00e4hnt, da\u00df Anna Catharina Ibing geborene Haveckes den Hof Ibing von ihren Eltern geerbt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Hochzeiten mit Anna Catharina Haveckes\/Habichscheid kamen alle drei Ehem\u00e4nner auf den Ibingschen Hof und verstarben eben dort als Weustenfeld genannt Ibing, Enercke zu Ibing und als Berckermann genannt Ibing. Dadurch ist sie die eigentliche Stammutter der sogenannten \u201eunechten\u201c Ibings, denn die Kinder aus diesen Ehen f\u00fchrten sp\u00e4ter wieder den Namen Ibing.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Hof am Ibing erbte jedoch der \u00e4lteste Sohn aus erster Ehe, Johann Henrich Weustenfeld genannt Ibing.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1828 schlo\u00df dessen Enkel Heinrich Peter Ibing folgenden Leibzucht-Vertrag mit seinem Stiefva\u00adter Eberhard Kaffsack ab, in dem die \u00dcbergabe des Hofes geregelt wird:<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Kontractionen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0zu einem Leibzuchts-Contract zwischen den Eheleuten Eberhard Kaffsack ge\u00adnannt Ibing und deren Sohn Heinr. Peter Ibing.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Von dem Tage an, an welchem die Eheleute Kaffsack genannt Ibing, den Ibings Hof an ihren Sohn Heinr. Peter Ibing \u00fcbergeben, n\u00e4mlich am 1. Mai 1829 an, ist zwischen den Contrahenten folgende Leibzucht f\u00fcr die Eheleute Kaffsack stipulirt worden:<\/em><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><em>\u00a0<\/em><em>Zu ihrer Wohnung erhalten die Eheleute Kaffsack das im Hofe befindliche Nebenhaus, welches zu einer ordentlichen und anst\u00e4ndigen Wohnung von dem k\u00fcnftigen Besitzer des Hofes H. P. Ibing, geh\u00f6rig eingerichtet und in Stand ge\u00adsetzt werden mu\u00df, so da\u00df die Eheleute Kaffsack damit zufrieden seyn k\u00f6n\u00adnen.<\/em><\/li>\n<li><em>An dieser Wohnung soll ein neuer gew\u00f6lbter Keller gemacht, und auch der Pferde= Kuh= und Schweinestall geh\u00f6rig in Stand gesetzt werden.<\/em><\/li>\n<li><em> Dieses so eingerichtete, zur Wohnung der Leibz\u00fcchter bestimmte, Nebenhaus, mu\u00df von dem Hofes-Besitzer H. P. Ibing in geh\u00f6rigem Stande erhalten wer\u00adden.<\/em><\/li>\n<li><em> Die zur Instandsetzung der Wohnung ad 1, und zu den Arbeiten ad 2, \u00fcber\u00adhaupt alle erforderlichen Kosten und Auslagen, \u00fcbernimmt der Heinr. Peter Ibing f\u00fcr seine alleinige Rechnung, wobei jedoch ausdr\u00fccklich verabredet wor\u00adden ist, da\u00df der Eberhard Kaffsack den Arbeitern das Essen unendgeldlich verabreichen mu\u00df.<\/em><\/li>\n<li><em> S\u00e4mmtliche ad 1 und 2 erforderliche Reparaturen und Anlagen m\u00fcssen am 1ten Mai 1829 vollendet seyn.<\/em><\/li>\n<li><em> Au\u00dfer dieser Wohnung erhalten die Eheleute Kaffsack noch folgende Gegen\u00adst\u00e4nde zu ihrer Leibzucht:<\/em><\/li>\n<li><em> Im Garten, unten n\u00e4chst Beckm\u00e4nnings Land, 3 Beete und 2 Rabatten;<\/em><\/li>\n<li><em> Das neue Land;<\/em><\/li>\n<li><em> Das Land hinterm Garten, der Kottenhof genannt;<\/em><\/li>\n<li><em> Eine kleine Wiese, an Beckm\u00e4nnings Hofe gelegen, das Heupl\u00e4tzchen ge\u00adnannt;<\/em><\/li>\n<li><em> Mu\u00df der Besitzer den Leibz\u00fcchtern eine Kuh mit seinen K\u00fchen auf der Wiede gehen lassen;<\/em><\/li>\n<li><em> Die Leibz\u00fcchter d\u00fcrfen ein Schwein und sechs H\u00fchner mit im Hofe gehen lassen;<\/em><\/li>\n<li><em> Der Besitzer mu\u00df den Leibz\u00fcchtern das n\u00f6thige Brennholz mit anfahren lassen, und k\u00f6nnen sie sich solches von dem auf des Besitzers Holzplatz befindlichen Holze, zu ihrem Gebrauche, nach freiem Willen nehmen;<\/em><\/li>\n<li><em> Steht es den Leibz\u00fcchtern frey, das erforderliche Laub zum Streuen in des Besitzers Waldung, da, wo sie wollen, zu scharren;<\/em><\/li>\n<li><em> Erhalten die Leibz\u00fcchter j\u00e4hrlich den f\u00fcnften Theil vom Obste.<\/em><\/li>\n<li><em> Ist ausdr\u00fccklich festgelegt worden, da\u00df wenn auch einer der Leibz\u00fcchter mit Tode abgeht, da\u00df dem Letztlebenden von Ihnen, die oben von 1 bis 6 incl. sti\u00adpulirte Leibzucht g\u00e4nzlich und unverk\u00fcrzt verbleiben soll.<\/em><\/li>\n<li><em> Nachtr\u00e4glich wurde noch bestimmt, da\u00df der Heinr. Pet. Ibing, den Leibz\u00fcch\u00adtern, Eheleuten Kaffsack, f\u00fcr das Jahr 1829, noch folgende Gegenst\u00e4nde un\u00adentgeldlich verabreichen soll:<\/em><\/li>\n<li><em> zwey sechszig Klee;<\/em><\/li>\n<li><em> Den n\u00f6thigen Mist in den Garten, und<\/em><\/li>\n<li><em> mu\u00df derselbe so viel Mist, als zu drei sechszig Kartoffeln erforderlich ist, auf das zur Leibzucht geh\u00f6rige Land, aufahren und verabreichen.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Verhandelt auf Ibings Hofe, am 7 Decbr. 1828.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">1863 \u00fcbertrug er seinem Sohn Carl den Hof. In der Grundsteuer-Veranlagung von 1866 wurde die Gr\u00f6\u00dfe des Hofes mit fast 144 Morgen mit einem Reiner\u00adtrag von 132,55 Thalern angegeben. Als Carl Ibing 1873 starb, f\u00fchrte seine Witwe den Hof bis zu ihrer zweiten Hochzeit alleine weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Witwe Lisette Ibing war in zweiter Ehe mit Wilhelm Friemann, geboren 1856, verheiratet. Nach dem Tod von Lisette Ibing heiratete er 1906 Wilhelmine Eggermann, die am 12. Dezember 1865 geboren war. Mit ihr hatte er zuvor schon (zu Lebzeiten seiner ersten Ehefrau!) zwei Kinder gezeugt. Er verstarb vor der Geburt des dritten Kindes Adele Friemann im Jahre 1906. Durch die Eheschlie\u00dfung wurden die beiden vorehelichen Kinder Adolf und Emma anerkannt und erhielten den Namen Friemann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Tod von Wilhelm Friemann wurde der Hof mit Hilfe des Verwalters Ebenfeld von der Witwe Wilhelmine Friemann weitergef\u00fchrt. Ebenfeld verlie\u00df den Hof 1931 aus Altersgr\u00fcnden. Emma Friemann, geboren am 10. M\u00e4rz 1900, heiratete 1925 den Bauern Heinrich Bandmann und bewirtschaftete mit ihm den Hof. Im Jahre 1930 verstarb Emma Bandmann an einer Lungenentz\u00fcndung. Ein Jahr nach ihrem Tod verlie\u00df Heinrich Bandmann mit der drei Jahre alten Tochter den Ibingschen Hof um wieder zu heiraten. Wilhelmine Friemann verstarb 1943.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adele Friemann heiratete 1931 den Molkereifachangestellten Clemens van Look, geboren am 14. April 1905. Aus dieser Ehe stammen die Kinder Erna, geboren am 13. August 1933 und Clemens, geboren am 22. Mai 1937. Nach dem Tod von Clemens van Look sen. \u00fcbernahm der Sohn Clemens van Look jun. 1967 den Hof. Mit seiner Mutter und einem Knecht bewirtschaftete er den Hof bis 1982 im Vollerwerb. Er betrieb Milchwirtschaft und Schweinezucht. Nach dem Tod der Mutter wurde ein gro\u00dfer Teil der Fl\u00e4chen verpachtet. Seit 2002 wird der Hof von der Familie Gehlen-Bremer als \u00f6kologisch wirtschaftender Nebenerwerbsbetrieb gef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Urkunde vom 29.11.1316, Ausfertigung Pergament, lateinisch Pfarramt Gevelsberg, Urkunde Nr. 7<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ausfertigung Pergament, lateinisch, Siegel ab. StA M\u00fcnster, Gevelsberg Urkunden Nr. 35<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hof am Ibing liegt in der Bauerschaft Esborn, welche von altersher zum Kirchspiel Wengern geh\u00f6rt. Er ist der Ausgangspunkt der Sippschaft Ibing. Um 1300 und 1313 wird ein Everhardus de Herdinchusen als Herr in Ybinch bzw. Ybink in den Lehnb\u00fcchern der Familie von der Recke von Volmerstein er\u00adw\u00e4hnt. Dies ist die erste bekannte urkundliche &hellip; <a href=\"https:\/\/familie-ibing.de\/?page_id=12\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Der Hof am Ibing im Kirchspiel Wengern<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"page-templates\/full-width.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12"}],"collection":[{"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1932,"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12\/revisions\/1932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/familie-ibing.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}