{"id":110,"date":"2014-09-23T15:05:11","date_gmt":"2014-09-23T15:05:11","guid":{"rendered":"http:\/\/familie-ibing.de\/?page_id=110"},"modified":"2015-02-20T06:41:23","modified_gmt":"2015-02-20T06:41:23","slug":"zur-geschichte-der-ruepings","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/familie-ibing.de\/?page_id=110","title":{"rendered":"Zur Geschichte der R\u00fcpings"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Ursprung der R\u00fcpings liegt im heutigen Dortmund-Barop. Ende des Mittelalters bestand Gro\u00dfbarop aus 15 H\u00f6fen. Dazu kam noch die s\u00fcdlich der beiden Dorfteile gelegene R\u00fcpingsm\u00fchle. Sie lag zwischen dem unbewohnten Gebieten der Gro\u00dfen und der Kleinen Baroper Heide. Die Gro\u00dfe Heide erstreckte sich in einem breiten Streifen beiderseits der heutigen Stockumer Stra\u00dfe etwa von der Pulverstra\u00dfe im Osten bis zum R\u00fcpingsbach im Westen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Baroper Kirche besa\u00df Grund und Boden: die R\u00fcpingsm\u00fchle mit dem zugeh\u00f6rigen L\u00e4ndereien. Die vom R\u00fcpingsbach angetriebene M\u00fchle geh\u00f6rte urspr\u00fcnglich zum G\u00fcterbesitz der Grafen von der Mark. Nach dieser M\u00fchle am Bach nannte sich die Familie \u201eR\u00fcping op der Becke\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1407 schenkte Graf Adolf von der Mark sie seinem Kellermeister und Burgvogt von Blankenstein, Florcken van den Eycken, zum Dank f\u00fcr treue Dienste. Dieser verkaufte die M\u00fchle 1416 an die Kapelle in Barop. In den Rechnungsb\u00fcchern der Kirche wird seit Mitte des 16. Jahrhunderts die Familie R\u00fcping als P\u00e4chterin genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1825 erwarben die R\u00fcpings zwar durch Gesetz das Eigentumsrecht, das aber das Presbyterium der Kirche erst 1848 anerkannte. Die j\u00e4hrlichen Kirchenabgaben blieben jedoch bis 1876 bestehen.<\/p>\n<p>In Barop waren zwei H\u00f6fe in adeligem Besitz, einer war der Hof R\u00fcping in Gro\u00dfbarop. Als Lehnsherren werden schon im 14. Jahrhundert die Grafen von Limburg genannt. Die P\u00e4chterfamilie ist nicht identisch mit der von der R\u00fcpingsm\u00fchle, die fr\u00fcher als \u201eR\u00fcping op der Becke\u201c genannt wurde. 1789 verkaufte der Graf von Bentheim, ein Nachkomme der Grafen von Limburg, den Hof an Dietrich R\u00fcping. Er war einer der ersten Bauern in unserer Gegend, die sich aus der Abh\u00e4ngigkeit von einem Grundherrn l\u00f6sen konnte.<\/p>\n<p>Weitere Daten:<\/p>\n<p>14.10.1412\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 : Herman Rupinch wird als Zeuge genannt<br \/>\n1415\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0: nochmals<br \/>\n1486\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0: to Rupping mu\u00df ein Gulden an Steuern zahlen<br \/>\n1559 &#8211; 1566\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 : die R\u00fcpingsche als P\u00e4chterin genannt<br \/>\n1580 &#8211; 1593\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 : Renold Rupinck und Frau Catharina.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich in Folge des 30j\u00e4hrigen Krieges verlie\u00df Andreas R\u00fcping op der Becke Barop und lie\u00df sich in Wengern nieder. Dort pachtete er von der Evangelischen Kirche zu Wengern den Bremmingschen Kotten. Er selbst wurde am 20. April 1614 in Dortmund in der Reinoldikirche getauft. Seine S\u00f6hne ehelichten in die heimischen Familien ein und lebten in Wengern, Wetter und Volmarstein.<\/p>\n<p>Der Wetteraner Zweig eignete sich das Schmiedehandwerk an und erlangte Wohlstand und Ansehen in diesem Gesch\u00e4ftsfeld.<\/p>\n<p>Der Volmarsteiner Zweig verschaffte sich Ansehen in der Freiheit Volmarstein, sie waren dort \u00fcberwiegend als B\u00e4cker, Gastwirte und H\u00e4ndler, aber auch als Schmiede t\u00e4tig. Ein R\u00fcping wurde 1818 sogar Vorsteher der Freiheit Volmarstein.<\/p>\n<p>Im Jahre 1937 fand ein erster Sippentag der Volmarsteiner R\u00fcpings statt. Dazu hei\u00dft es in einem Zeitungsartikel in der Westf\u00e4lischen Landeszeitung:<\/p>\n<p><em>\u201eAm 23. Oktober 1937 findet der erste Sippentag der Familie R\u00fcping zu Volmarstein statt. Es ist interessant, etwas N\u00e4heres \u00fcber diese in unserer Gegend weit verbreitete Sippe zu lesen.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fchrt uns der Weg von Volmarstein hinauf zum Loher Wasserturm, so liegen auf halbem Wege zwei H\u00f6fe, die, von B\u00e4umen beschattet eng aneinander geschmiegt sind und heute im Volksmund den Namen Borg tragen.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie ist der Name des Hofes entstanden? Man kann ihn mit zwei aus dem 13. Jahrhundert stammenden Urkunden zusammenbringen, die eine andere Burg neben der Volmarsteiner erw\u00e4hnen. Da diese in unmittelbarer N\u00e4he gelegen hat, und Wetter nicht in Frage kommt, wird man in der Annahme richtig gehen, sie an der Stelle des Hofes zu suchen. Im Jahre 1234 berichtet uns eine Akte, da\u00df Heinrich von Volmarstein bei seinem Lehnsherren, dem Erzbischof von K\u00f6ln, in Ungnade gefallen sei und dieser zu seiner Unterwerfung eine andere, zweite Burg gebaut habe. Ihr Errichtungsjahr ist nicht bekannt, aber schon 1218 wird ein Heinrich de altero castro neben Heinrich von Volmarstein genannt. Der Erzbischof verpflichtete sich, die Belagerungsburg nach Wiederherstellung geregelter Zust\u00e4nde abzurei\u00dfen, was wohl in der letzten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts geschehen ist. Um 1300 konnten die Burgmannen nicht mehr alle in der mit Mauern umgebenen Burg und Freiheit untergebracht werden; sie benutzten auch die zerst\u00f6rte Anderburg als Wohnst\u00e4tte.<\/em><\/p>\n<p><em>Aus den Tr\u00fcmmern derselben entstanden allm\u00e4hlich zwei H\u00f6fe, Borg gehei\u00dfen, dessen Bauern neben ihrem Familiennamen den Namen Borgmann f\u00fchrten. Uns soll die oberste Borg weiter besch\u00e4ftigen.<\/em><\/p>\n<p><em>Kurz vor 1600 taucht zum ersten Male in einer Urkunde ein Caspar von der obersten Borg auf, der mit Lilitia zum Overnberge die Ehe einging und eine noch heute im Besitz des Hofes befindliche Wiese, die Wollenwiesche, als Brautschatz erhielt. Beide wurden in eine schwere Zeit hineingeboren. Als 1614 die Grafschaft Mark in den Besitz Preu\u00dfens \u00fcberging, wurde Volmarstein mit dessen Geschicken verkn\u00fcpft. Etliche Jahre sp\u00e4ter brach der 30j\u00e4hrige Krieg aus, den der Ehemann bis zu Ende mit allen Tragischen und Schweren durchlebte. 1645 wird er als sehr alt mit acht Kindern erw\u00e4hnt.<\/em><\/p>\n<p><em>Alle Bauern hie\u00dfen bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts Oberste Borgmann, Dann wechselte der Name! Aus Wengern kommend, heiratete um 1715 ein Johann Peter R\u00fcping <\/em>(VI-3)<em> die Erbin Anna Margaretha und wurde so Glied in der gro\u00dfen Geschlechterfolge.<\/em><\/p>\n<p><em>Johann Peter R\u00fcping hatte acht Kinder, von denen zwei wohl hervorgehoben werden d\u00fcrfen: Johann Peter, der Erbe des Hofes, und Anton Diederich, ein sp\u00e4terer B\u00fcrgermeister der uralten Freiheit Volmarstein. Das Leben der Kinder dieses Johann Peter fiel in die Napoleonische Fremdherrschaft, unter der unsere Gegend stark gelitten hat.<\/em><\/p>\n<p><em>In der n\u00e4chsten Generation verzweigt sich der Baum des Geschlechtes wieder in wichtige \u00c4ste. Wenden wir uns den in der uralten Freiheit lebenden Linien zu.<\/em><\/p>\n<p><em>Der bereits oben als sp\u00e4terer B\u00fcrgermeister erw\u00e4hnte Anton Diederich R\u00fcping erwarb sich das B\u00fcrgerrecht der \u201euhralten Freyheit Vollmarstein\u201c. Wie jeder neue B\u00fcrger sich vor \u201eversammleter Gemeinheit\u201c an einem sogenannten B\u00fcrgerpflichttag auf dem Richtplatz einzufinden hatte, um durch abgelegten Eid die Priviliegien der Freiheit anzuerkennen, so erhielt auch nach Zahlung eines B\u00fcrgergewinnsgeldes Anton Diederich das B\u00fcrgerrecht und als Zeichen seiner neuen W\u00fcrde vom B\u00fcrgermeister einen gr\u00fcnen mit Blumen durchflochteten Strau\u00df, \u201eda\u00df er seines Aeydes Zeit lebens woll erinnert bleiben\u201c. Ein solcher Tag fand in manchen Jahren, \u201enachdem vorher die Gemeinheit durch L\u00e4uthung der Glocken convoricet\u201c, am ersten Montage nach \u201eHl. Drei K\u00f6nige\u201c statt. Aber jedes Jahr kamen die B\u00fcrger einen Sonntag nach Pfingsten zum ersten, uralten und 14 Tage sp\u00e4ter zum zweiten Pflichttag zusammen. Es wurden Verwaltungsangelegenheiten geregelt. Der regierende B\u00fcrgermeister legte seine \u201eB\u00fcrger- und Gemeinheitsrechnung\u201c vor, die nach Guthei\u00dfen unterschrieben wurde. Ratsherren wurden gew\u00e4hlt oder best\u00e4tigt. Der erste B\u00fcrgermeister trat satzungsgem\u00e4\u00df zur\u00fcck, und der zweite \u00fcbernahm als erster die Leitung der Gemeinde. Ein zweiter B\u00fcrgermeister wurde neu erkoren, denn der hohe Rat, der sein Amt neben seinem gew\u00f6hnlichen Berufe erf\u00fcllte, setzte sich aus zwei B\u00fcrgermeistern, etlichen Ratsherren und zwei Gemeinheitsvorstehern zusammen. Dann zog man das Armengeld ein, das sogleich an Minderbemittelte verteilt wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Anton Diederich hatte das Schmiedehandwerk erlernt und heiratete im Hermannshause ein. Aber nach sieben Jahren einer gl\u00fccklichen Ehe brach in der Freiheit am 9. Oktober 1754 ein Gro\u00dffeuer aus, dem 17 H\u00e4user zum Opfer fielen. 1755 war der Wiederaufbau seines verbrannten Hauses vollendet.<\/em><\/p>\n<p><em>Er brachte es mehrfach zum B\u00fcrgermeister und legte den Grundstock, auf den seine Nachfahren aufbauen konnten. Auch sie waren bis in unsere Zeit Bauern und Schmiede und als Gemeindevorsteher, mitbestimmend bei der Verwaltung des Dorfes.<\/em><\/p>\n<p><em>Der ebenfalls vorher erw\u00e4hnte Abzweig, der sich den Zander erwarb, ist aus dem Gesamtbild nicht mehr hinwegzudenken. Vor wenigen Jahren starb der Vater des heutigen Besitzers im Alter von 88 Jahren. Wer den alten \u201eZanders Heinrich\u201c gekannt hat, wird in ihm einen wahren Volmarsteiner gesehen haben, der immer zu derben Sp\u00e4\u00dfen aufgelegt war.-\u201e<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ursprung der R\u00fcpings liegt im heutigen Dortmund-Barop. Ende des Mittelalters bestand Gro\u00dfbarop aus 15 H\u00f6fen. 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